Gehen, Schauen, Spüren, Schreiben – meine Trauer in Bewegung bringen

Nach einem Verlust zu trauern gilt in unserer schnelllebigen Zeit oft als lästig, hinderlich, wenn nicht gar verpönt. Dabei hat die Trauer in all ihren Facetten eine existentielle Funktion. Sie gibt uns wertvolle Hinweise auf den Wert und die Bedeutung dessen, was verloren ist oder was verloren scheint. Auch führt sie uns hin zu einem Verständnis für das, was wir brauchen. Immer geht es in der Trauer um Beziehung. Sei es die Beziehung zu dem, was verloren ist, – ein Partner, Freund, Kollege oder „nur“ der Arbeitsplatz-, oder auch die Beziehung zu uns selbst.

Dieses Seminar bietet Ihnen eine Gelegenheit, Ihrer Trauer auf neue Weise zu begegnen. Durch gemeinsames Gehen an frischer Luft gelangen schwierige Emotionen aus ihrem Schattendasein oder sie verlieren an Schwere. Doch nicht nur Gefühle und deren Wahrnehmungen verändern sich, zwischen Gehen und Innehalten werden auch unsere Gedanken auf andere Art lebendig. Aus dieser Lebendigkeit lassen sich neue Kräfte schöpfen.

Ein einfacher, selten beachteter Weg dahin bietet das Schreiben. Kleine Notate bilden eine gute Einstimmung. Was beim anschließenden Gehen in Bewegung geraten ist kann bei kurzen, angeleiteten Schreibgelegenheiten festgehalten und damit zugleich erneut in Bewegung gebracht werden. Das Gefühl der Trauer, oft als lastende Trägheit oder Passivität erlebt, kann auf diesem Weg neue Räume öffnen für eine kraftvolle, bedürfnisorientierte Lebensgestaltung.

Seminarablauf:

  1. Kennenlernen
  2. Einführung zur Sonderstellung der Trauer im Spektrum unserer Gefühle
  3. kurze Notizen / Schreib-Übungen
  4. Mittagessen
  5. Wanderung vom Dorfplatz durch Wald und Weinberge
  6. Schriftliches sammeln der Eindrücke: Was hat und bewegt/was kam in Bewegung?
  7. Freier (und immer freiwilliger!) Austausch in Kleingruppen
  8. Integration: Was „zeigt“ sich in der Trauer, was können wir aus ihr lernen?

Das Seminar ist offen für alle, die sich auf individuelle Weise mit Trauer auseinandersetzen möchten. Schreiben ist dabei keineswegs Bedingung, doch die grundsätzliche Bereitschaft dazu ist eine gute Voraussetzung, um das in Gang zu bringen, was sich neu sortieren oder integrieren möchte. Interessierte, die sich in einer akuten, als schwer empfundenen Trauer befinden, bitte ich um ein Vorgespräch.

Seminarort: Sprachwerkstatt Eitelsbach, Borweg 1, 54292 Trier-Eitelsbach.

Seminarzeit: Samstag, 4. Februar 2017 von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Kosten: 40 € (darin enthalten ist ein leichtes Mittagessen).


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